´Nam 68
(von Frank Bittner)
Schatten gleiten auf den Bäumen des Dschungels,
Staub weht über die grüne Lichtung,
Füße berühren den Boden,
Soldaten springen in Deckung,
alle verschwunden,
die Hubschrauber drehen ab.
Marines durchwaten die dunklen Flüsse
mit erhobenen Waffen und spähen nach gooks.
Leise pirschen sie sich an und warten auf den Feind,
Stimmen,
Waffen speien Feuer,
Stille.
Laute Musik dröhnt aus den Lagern,
junge GIs rauchen Joints,
alle sind fröhlich,
aber das ist nur Schein,
wenn es unerträglich wird,
nehmen sie Heroin.
Granatenbeschuss,
zerfetzte Soldaten,
überfüllte Lazarette,
kein Ende in Sicht,
Blut überall,
Resignation im Überfluss.
Tote Kinder, Leichen von Männern und Frauen
sehen sie auf den Patroullien,
Freund von Feind nicht zu unterscheiden,
Luftschläge überall,
Napalm verbrennt die Menschen
und Agent Orange vergiftet das Land.
Einen Hügel erobern,
um ihn wieder zu verlieren.
Menschen vertreiben,
Tunnel sprengen,
töten um zu überleben,
das ist das einzige Ziel.
Das Jahr ist vorbei,
tapfer gekämpft,
es gibt keine Paraden,
man wird bespuckt und stößt auf Hass,
ausgegrenzt stehen sie alleine da,
mit ihren Orden verlassen von alten Freunden.
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