Die zwei Wölfe

Es waren einmal zwei Wölfe, die sich um ein Stück Fleisch stritten. Der eine Wolf haute den anderen Wolf mit seiner Tatze. Gleichzeitig rief er: "Du Mistkerl, ich bin viel größer als du und deshalb bekomme ich das Stück Fleisch." Aber der andere schlug ihn mindestens doppelt so fest und schrie: "Ich bin zwar der kleinere, aber muss noch wachsen und deshalb bekomme ich das Stück." So ging es eine ganze Stunde lang. Aber dann kam ein Fuchs, schnappte sich unbemerkt das Stück Fleisch und rannte damit in seine Höhle. Die Wölfe bemerkten nichts und stritten noch eine halbe Stunde. Als sie dann bemerkt hatten, dass das Stück Fleisch gar nicht mehr da lag, hörten sie auf zu streiten und gingen sprachlos in ihre Reviere zurück.

Lehre: Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte.

Sven Ströher



Der Fisch und die Schildkröte

Im Meer trafen sich Fisch und Schildkröte. Der Fisch war schnell und die Schildkröte langsam. Die Schildkröte schwamm am Fisch vorbei und der Fisch fragte: „Wollen wir nicht ein Wettrennen machen?“ Da antwortete die Schildkröte: „Ja, sehr gern.“ Als der Wettkampf begann, war die Schildkröte nicht mehr so gut gewesen. Als der Wettkampf aber vorbei war und die Schildkröte verloren hatte, lachten die anderen Fische die Schildkröte aus und die Schildkröte wurde sehr traurig. Da dachte die Schildkröte: „Beim nächsten Mal hab ich mehr Glück!“

Lehre: Man soll sich nicht über andere lustig machen, denn man selber will auch nicht ausgelacht werden.

Vanessa Straub
Der beliebte König und sein Sohn

In einem kleinen Dorf namens Entenhausen brach eine Hungersnot aus. Der Löwe, der König der Tiere, aber half den Tieren in der großen Not. Denn er schickte ihnen jeden Tag genug zum Fressen. Er war bei allen Tieren sehr beliebt. Als der König alt und schwach geworden war, sollte Simba, sein Sohn, sein Nachfolger werden. Simba aber hatte gar kein Interesse, den Tieren ihm Dorf zu helfen, er dachte nur an sich. Alle Tiere merkten das schnell und keiner wollte etwas mit ihm zu tun haben. Eines Tages aber wurde der Löwe sehr krank. Aber keiner half ihm. Da merkte der Löwe erst, dass er bei den Tieren im Dorf sehr unbeliebt war.

Lehre: Mit Geiz schafft man sich keine Freunde.

Luisa Körner

Der große Fisch und die kleinen Fische

In einem Korallenriff tief unten im Meer lebte ein Fischschwarm aus kleinen Fischen. Nur einer von ihnen war riesig groß. Er war ein Angeber und niemand mochte ihn. "Ihr kleinen Fische seit so schwach, schwächer als jeder andere Fisch!", spottete er immer. Eines Tages fiel auf die kleinen Fische ein Netz, aber nur wenige konnten entkommen." Das hätte mir nie passieren können, denn ich bin stark," sagte der große Fisch. Und dann: ein zweites Netz! Diesmal wurde auch er, der große starke Fisch, gefangen. Die kleinen Fische konnten durch die großen Maschen wieder heraus, doch der große Fisch war zu groß. Er versuchte es mit allen Kräften, aber das Netz war zu fest. Also wurde er an Land gezogen und man hat ihn nie mehr wieder gesehen.

Lehre: Hochmut kommt vor dem Fall!

Sandra Broßler



Hase und Fuchs

Eines Tages traf ein Fuchs einen Hasen. Der Fuchs sprach: " Ach du lieber Hase, kannst du mir etwas zu essen geben?" "Warum fragst du nicht die anderen Tiere?", entgegnete der Hase. Der Fuchs, der es auf den Hasen abgesehen hatte, sagte: "Die anderen Tiere wollen mir nichts geben. Sie schreien nur Hilfe, lauft so schnell ihr könnt." Da sprach der Hase: "Na gut, du bleibst hier, und ich hole etwas zu essen, aber nur, wenn du mir versprichst, mich nicht zu fressen!" Der Fuchs willigte ein. Als der Hase nach einer Weile nicht zurückkam, wurde der Fuchs sauer. Doch von weitem kam der Hase schon. Der Fuchs schrie: "Wo bleibst du denn?" Der Hase kam mit einem Teller Karotten zurück. Als der Fuchs den Teller sah, wurde er noch saurer. Er schrie: "Du weißt genau, dass Füchse keine Karotten mögen!!!" Mit einem Satz sprang der Fuchs auf den Hasen, doch der entwischte in seinen nahegelegenen Bau. Jetzt wußte der Hase, warum die anderen Tiere vor dem Fuchs davongelaufen sind.

Lehre: Man soll nicht blauäugig sein. Man soll nicht jedem über den Weg trauen.

Cynthia Rückert

Die zwei Pferde

Zwei Pferde treffen sich an einem Bach. Das eine Pferd ist ganz dreckig und das andere ist sauber und gepflegt. Das saubere denkt: "Der ist aber dreckig und stinkt, mit dem soll ich mich befreunden." Ebenfalls denkt auch das andere Pferd: "Ich hätte gerne Freunde." Da fragt das andere Pferd, das sauber ist: "Warum bist du so dreckig?". "Ich habe keinen der sich um mich kümmert, aber es kommt aufs Innere an", antwortet das dreckige Pferd. "Erst dachte ich, weil du so dreckig bist, bist du nicht nett" sagte das gepflegte Pferd. Sie blieben Freunde und das dreckige Pferd kam mit auf den Bauernhof und wurde auch immer gereinigt und gepflegt.

Lehre: Man soll nicht aufs Äußere achten.

Tamara Lauth


Ein Hund und ein Vogel

Ein Vogel und ein Hund waren sehr gute Freunde. Der Vogel versuchte den Hund zu überreden mit ihm zu fliegen. Irgendwann hatte ihn der Vogel überzeugt und sie gingen auf eine hohe Klippe an der Küste. Der Hund wusste schon, dass das nie funktionieren würde. Trotzdem versuchte er das Fliegen. Der Vogel sagte: "Einfach mit den Händen schlagen!" Dann sprang der Hund hinunter. Der Vogel rief: " Schlag schneller mit den Händen!" Der Hund schlug so schnell er konnte, aber er fiel immer tiefer. Er stürzte ins Wasser! Der Vogel sah den Hund nie wieder.

Lehre: Lass der Natur ihren Lauf und probiere nie etwas wozu die Natur dich nicht bestimmt hat.

Thomas Sämann

Der Elefant und die Maus

Eines Tages ging der Elefant zu seinem Eimer, um sein Mittagessen zu fressen. Auf dem Weg dachte er sich: "Mmh, heute gibt es wieder Geflügel mit Käse." Dort angekommen hörte er eine geheimnisvolle Stimme. "Hallo, Herr Elefant," drang es aus dem Busch. "W, wer ist da?", stotterte der Elefant. "Ich bin ein kleines Tier, aber trotzdem hast du bestimmt Angst vor mir." Mit vollem Mund sagte der Elefant: "Du bist kleiner als ich, warum sollte ich dann Angst vor dir haben?" "Wir werden es ja gleich sehen.", sagte die geheimnisvolle Stimme, und schon sprang eine Maus aus dem Busch. "Ei, eine Maus", schrie der Elefant und ergriff sofort die Flucht. Die Maus aber machte sich am Eimer zu schaffen und fraß vergnügt den ganzen Käse heraus und kicherte.

Lehre: Die Größeren müssen nicht immer die Stärkeren sein!

Thomas Hefner



Der Fuchs und die Kaninchen

Es war einmal ein stolzer und angeberischer Fuchs. Er hatte keine Freunde, weil er so stolz und eingebildet war. In diesem Wald, wo der stolze Fuchs lebte, gab es auch noch vier Kaninchen. Diese waren gar nicht stolz und angeberisch, ja die besten Freunde waren sie und halfen sich in der Not. So kam es, dass eines Tages im Wald eines der vier Kaninchen in eine Falle lief. Es schrie und quiekte. Als die anderen Kaninchen das bemerkten, befreiten sie es. Am nächsten Tag spazierte der Fuchs mit hochgerecktem Kopf im Wald herum. Auf einmal lief er in die gleiche Falle hinein wie das kleine Kaninchen. Aber der Fuchs konnte nicht um Hilfe schreien, denn er hatte ja keine Freunde, die ihn retten konnten.

Lehre: Eingebildet und stolz sollst du nicht sein. Sonst hilft dir keiner in der Not.

Julia Ehrlich




Hundekönig und Katzenkaiser

Es war einmal ein Katzenkaiser namens Kasimir und ein Hundekönig namens Napoleon. Die konnten sich gar nicht ausstehen. Eines Tages gab es wieder Streit zwischen Kasimir und Napoleon. Sie stritten sich um das Land Siam. "Ich werde dort mein Einkaufszentrum erbauen!", entgegnete Kasimir. Doch Napoleon protestierte: "Nein, ich werde hier mein Hotel errichten lassen". Sie stritten noch lange weiter, doch dann kam der Leopardengraf Leopold. "Nein, hier wird kein Hotel und auch kein Einkaufszentrum erbaut. Hier wird mein Palast errichtet." versetzte Leopold. Da machten Kasimir und Napoleon betretene Gesichter.

Lehre: Es hat keinen Zweck sich um etwas zu streiten, das sowieso schon jemandem gehört.

Elena Dutz



Elefant und Termite

Ein Elefant traf eine Termite. Der Elefant hänselte die Termite: "Geh mir aus dem Weg, sonst trete ich dich platt." Die Termite sagte: "Nur weil du groß bist, muss ich keine Angst vor dir haben. Lass uns einen Wettbewerb austragen! Wir werden sehen, wer dann wem aus dem Weg gehen muss." Damit war der Elefant einverstanden. Er antwortete hochnäsig: "Ich gewinne eh! Deshalb darfst du die Disziplin aussuchen." Die schlaue Termite überlegt nicht lange: "Siehst du da vorne die zwei Mammutbäume? Wer als erster seinen Baum umlegen kann, hat den Wettkampf gewonnen." "Das soll mir recht sein," entgegnete ihr der Elefant. Zufällig sprang eine Gazelle vorbei. "Würdest du Schiedsrichter bei unserem Wettbewerb sein?" fragte sie die Termite. Da die Gazelle gerade Zeit hatte, stimmte sie zu. "Auf die Plätze, fertig - los!" eröffnete die Gazelle den Wettkampf. Der Elefant versuchte mühselig mit seinem Rüssel den dicken Baum umzustoßen, doch vergebens. Die Termite aber nagte einfach den Baum in Minutenschnelle ab. Der Elefant konnte es gar nicht fassen. Die kleine Termite hatte gewonnen!

Lehre: Auch Kleine können gegen Große gewinnen!

Maximilian Münch


Der Fisch und der Frosch

An einem großem Teich trafen sich ein Fisch und ein Frosch. Auf einmal lachte der Frosch und meinte: "Guten Tag! Lange nicht mehr gesehen, oder? Da antwortete der Fisch: "Wir haben uns doch gestern erst gesehen und du hast mich beleidigt. Der Frosch schrie: "Das stimmt doch gar nicht! Ich sage nur die Wahrheit über dich. Du bist mit deiner Flosse und deinen Schuppen widerlich! Du hast noch nicht mal Beine!" Der Fisch jammerte ärgerlich: "Das stimmt alles überhaupt nicht! Ich habe vielleicht Flosse und Schuppen und keine Beine, aber wenn ich sagen würde, du mit deinem kugelrunden Augen und deiner hellgrünen, schleimigen Haut, ekelhaft, würdest du dich auch ärgern, oder?" Der Frosch wurde dunkelgrün im Gesicht und konnte vor Wut platzen und schrie: "Jetzt reicht es! Ich habe die Nase voll von dir. Ich fordere dich zum Wettschwimmen auf! Jetzt werden wir sehen, wer die größere Klappe hat!" Der Fisch gab dem Frosch einen Tipp: "Freu dich nicht zu früh!" Der Frosch wurde dadurch noch wütender und dachte sich: "Er kann nicht mal schwimmen. Das Großmaul wackelt ein bisschen mit der Flosse herum und kommt vorwärts. Ich werde sowieso gewinnen." Der Frosch erklärte, wo Start und Ziel ist. Beide gingen auf ihre Positionen und bereiteten sich auf das Rennen vor. Der Frosch rief: "Auf die Plätze, fertig, los!" Beide schwammen los und der Frosch lag anfangs in Führung. Doch der Fisch dachte nicht mal daran aufzugeben. Er gab sich einen kräftigen Ruck und war vor dem Frosch im Ziel angelangt. Der Frosch konnte es nicht glauben und ihm verschlug es die Sprache. Da wurde dem Frosch klar, dass er nur angeben wollte und sich vom Äußeren hat unterschätzen lassen.

Lehre: Man soll nicht angeben und die inneren Werte unterschätzen!

Thuy-Linh Nguyen




Katze und Maus

Eine Katze ging spazieren. Währendessen sah sie eine Maus und rannte zu ihr hin, um sie zu fressen. Die Maus schrie: "Warum rennst du so schnell auf mich zu?" Die Katze sagte: "Ich will dich fressen!" Da erschrak die Maus und rannte in ihr unsicheres Mauseloch in der Erde, um sich und ihre Familie zu schützen. Die Katze war nicht dumm, deshalb grub sie im Mauseloch, um die Maus zu fressen. Da sah sie fünf kleine und zwei große Mäuse. Die Katze sagte: "So schön ihr hier auch lebt, es hindert mich nicht daran zu fressen." Mampf, Mampf knurrte die zufriedene Katze.

Lehre: Man soll keine Familie zerstören, die so schön zusammen lebt.

Jacqueline Reiß





Das kleine "Angsthäschen"
Auf einer Lichtung im Wald tummelten sich viele Waldtierkinder. Sie beschlossen, heute auf dem nahegelegenen Abenteuerspielplatz, ein Wettrutschen zu veranstalten. Flink und noch dazu gut gelaunt, hüpften und sprangen sie zum vereinbarten Treffpunkt. Nur das kleine Häschen blieb ein Stück zurück.
Die ersten Tiere waren bereits gerutscht. Nun war das Häschen an der Reihe. Langsam und vorsichtig kletterte es die Treppe hinauf. Als es von oben die anderen Tiere am Boden erblickte, zitterten ihm vor Angst die Pfoten. Ein leises Jammern war zu hören. Der kleine Waschbär rief: "Du willst doch kein Angsthase sein. Beeil dich!" Der Igel sprach: "Mach die Augen zu und ab geht die Post!" "Komm, getrau dich, es ist gar nicht schlimm", empfahl der Maulwurf. Mit all den guten Ratschlägen konnte es nichts anfangen. "Können die sich nicht vorstellen, wie es mir zumute ist?", dachte das ängstliche Häschen. Was die Tiere nicht wussten: Vor kurzer Zeit fiel das Häschen kopfüber von der Rutschbahn. Das scheue Reh beobachtete die Situation. Mucksmäuschenstill schlich es unbemerkt zum Häschen hinauf. Das Rehkitz setzte sich und umklammerte das Häschen behutsam mit seinen Pfoten. Es gab einen kleinen Ruck, die Rutschfahrt begann, und beide landeten sicher auf dem mit Laub übersäten Boden. Völlig überrascht staunte das Hasenkind über das, was eben passiert war. Ohne viel zu reden, half das Rehkitz dem Häschen seine Angst zu überwinden. Die gutgemeinten, aber nutzlosen Tipps der anderen Tierkinder, hatten ihm nämlich nicht weitergeholfen. Von nun an beteiligte sich das Häschen lebhaft beim Wettrutschen.

Kerstin Hilbert


Katze und Maus

Eines schönen Tages kam eine Katze zu einem Apfelbaum. Dort stand eine Maus und schaute sich den Baum gut an. Sie wollte nämlich den letzten Apfel vom Baum haben. Die Katze sah das und fragte freundlich: "Kann ich dir vielleicht helfen, Maus?" "Ja, ich komme nicht an den Apfel heran und ich möchte ihn doch meinen kleinen Kindern zum Essen bringen, Katze." So kletterte sie auf den Baum und holte den Apfel herunter. "Aber jetzt, wo ich ihn dir runter geholt habe, möchte ich eine Hälfte abhaben." "Das geht aber nicht! Wenn ich sie dir gebe, haben meine 6 Kinder nichts mehr davon!" So stritten die beiden eine ganze Weile lang. Plötzlich kam ein Vogel aus der Luft angeflogen und schnappte sich den Apfel. "Danke, den kann ich gut gebrauchen, ich habe großen Hunger!", rief der Vogel aus der Luft.

Lehre: Wenn sich zwei streiten, freut sich der dritte.

Corinna Kruckemeyer


Löwe und Katze

An einem Wasserloch trafen sich eine Katze und ein Löwe. Die Katze fragte den Löwen: "Kannst du eine Maus fangen?" Da antwortete der Löwe: "Aber natürlich, ich kann jedes Tier fangen, einen Stier, ja sogar einen Elefanten kann ich fangen.", prahlte er. Die Katze ging los und fing eine Maus in weniger als fünf Minuten. Als es aber der Löwe versuchte, konnte er keine Maus fangen. Sie entwischten ihm immer wieder und die Katze begann zu lachen, weil es so komisch aussah wie der Löwe immer wieder hinfiel.

Lehre: Man soll den Mund nie zu voll nehmen, sonst lachen einen die anderen aus.
Sprichwort: Große Klappe, nichts dahinter.

Christin Schüßler


Das Huhn und der Regenwurm

Eine Henne erzählt ihrer Freundin: "Gestern wäre ich beinahe vom Hofhund gefressen worden! Er ist mir wie wild hinterhergejagt, wie ein Verrückter!" "Beruhige dich, er hat dich ja nicht gefressen!", sagte die andere Henne und ging fort. Das andere Huhn lief auf dem Hühnerhof umher. Da kam ein Regenwurm aus dem Boden und rief: "Hallo Henne!" Die Henne drehte sich um und lief zum Regenwurm: "Na, ein leckeres Essen!", sagte sie. "Aber gestern hast DU mich auch nicht gefressen!", warf der Regenwurm ein. "Es gibt soooooo viele Hühner, ich bin eins von ihnen, aber ich war das gestern nicht! Warum sollte ich dich nicht fressen?" "Weil man Regenwürmer nicht frisst, besonders mich nicht!", rief der Winzling. "Das ist mir piep egal!", sagte die Henne und verschlang den Regenwurm. Und sie lief wieder durch den Hühnerhof.

Lehre: Was du nicht willst was man dir tu', das füg' auch keinem andern zu.

Veronika Schwamberger


Der Löwe und die Maus

Es war einmal vor langer Zeit, da traf ein Löwe auf eine kleine Maus. Der Löwe wollte sie zur Vorspeise verzehren. Der Löwe sprach zur Maus: "Komm ein bisschen näher, dass wir zusammen spielen können." Die Maus entgegnete: "Was wollen wir den spielen?" Der Löwe antwortete: "Vielleicht Fangeles." OK! Der Löwe rannte weg und die Maus musste ihn fangen. Der Löwe war ganz klar der Bessere, aber die Maus gab nicht auf. Der Löwe blickte zurück und sah die Maus immer noch. Er dachte sich: "Ist das etwa Speedy Gonzales, die schnellste Maus von Mexico?" Auf einmal rumste es, der Löwe prallte genau auf einen Elefanten und es schleuderte ihn einen ganzen Meter zurück. Der Elefant wollte gerade den Löwen zertreten, da kam die Maus und baute sich mutig vor dem Elefanten auf. Als dieser die Maus erblickte, fing er an zu zittern und flüchtete so schnell er konnte, weil er fürchterliche Angst vor Mäusen hat. Der Löwe war der Maus sehr dankbar und aß sie nicht auf.

Lehre: Man sollte Schwächere und Kleinere nicht unterschätzen!

Markus Kolke




Der Esel und die Ziege

Ein Bauer hatte einen Esel und eine Ziege. Der Esel musste immer schwer arbeiten und der Bauer brauchte den Esel sehr. Dafür bekam er immer gutes Essen. Dagegen bekam die Ziege nicht so gutes Essen. Die Ziege wurde neidisch. Sie sagte zu dem Esel: "Wenn du mal wieder arbeiten musst, dann fall doch mal in eine Grube und tu so als wärest du verletzt. Dann kannst du dich mal so richtig ausruhen." Der Esel sagte: "Ja, du hast recht. Das mach ich mal!"
Als der Esel an einer Grube vorbeilief, ließ er sich hinein fallen. Er hatte sich, Gott sei Dank, nichts gebrochen. Der Bauer holte ihn heraus und rief sofort einen Tierarzt. Dieser sprach: "Er ist nicht schwer verletzt. Damit er aber schnell wieder arbeiten kann, sollte er Ziegenfleisch essen. Dadurch kommt er wieder auf die Beine." Der Bauer sagte: "Na ja, die Ziege ist ja nicht so wichtig. Hauptsache ist, der Esel wird wieder gesund." Und so schlachtete der Bauer die Ziege und der Esel aß das Ziegenfleisch. So verlor die Ziege ihr Leben, nur weil sie auf etwas neidisch war, was ein anderer hatte.

Lehre: Man soll mit dem, was man hat, zufrieden sein!

Anna Husslik


Der Esel und der Fuchs

Eines schönen Tages trafen sich ein Esel und ein Fuchs. Sie hatten nichts mehr zum Essen. Plötzlich zog ein Gewitter auf und es traf den Esel und er wurde zu "Super-Esel". Er sagte: "Ich werde uns etwas Essbares holen, warte du hier!" Der Fuchs dachte: "OK, mir soll's recht sein." Der Esel sah nach kurzer Zeit ein bereits erlegtes Reh auf dem Boden liegen. Er landete, doch als er auf dem Boden aufsetzte, brach der Boden unter dem Super-Esel zusammen. Er wurde von weit herausragenden Stacheln aufgespießt. Währenddessen kam dem Fuchs eine Kuh entgegen. Er zögerte nicht und tötete das Tier auf der Stelle.

Und die Moral von der Geschichte ist: Man muss kein Superheld sein, um Probleme lösen zu können!

Markus Weissenbäck
Der Löwe und die Maus

Eines Tages trafen sich ein Löwe und eine Maus im Dschungel. Der Löwe sprach zu der Maus: "Mach Platz! Ich möchte mich ausruhen." Die Maus sagte mit zitternder Stimme: "Ich war aber als erstes da!" "Na und? Bist du etwa der König des Dschungels? Das bin ich! Also, mach' Platz!" Plötzlich sah die Maus Wilderer kommen. Diese warfen ein Netz über die zwei. Der Löwe brüllte und fauchte: "Wie könnt Ihr es wagen, den König des Dschungels einzufangen. Lasst mich sofort frei!" Die Wilderer beachteten ihn gar nicht. Die Maus jedoch, flink wie sie war, nagte schnell ein Loch ins Netz, durch das sie entfloh und in den Dschungel raste. Der Löwe jedoch war gefangen und wurde von den Wilderern mitgenommen.

Die Lehre dieser Geschichte ist: Die Starken sind nicht immer die Überlegeneren.

Leonie Weber

Der Fuchs und der Rabe

Ein Fuchs und ein Rabe trafen sich eines Tages vor einem Haus. Da sagte der Fuchs: "Wer als erstes etwas zu Essen hat, der hat gewonnen, aber man darf nur laufen.." Darauf antwortete der Rabe: "Ja, ich bin dabei." Als es losging, ging der Rabe nach rechts und der Fuchs nach links. Als der Fuchs um die Ecke ging, drehte er sich um und lief sofort dem Raben nach. Der Rabe war so konzentriert auf das Suchen, deshalb bemerkte er nicht, dass ihm der Fuchs hinterherlief. Als der Fuchs bis um einen Meter heran kam, drehte sich der Rabe um und der Fuchs sprang auf den Raben. Da rief der Fuchs: "Ich habe gewonnen!"

Lehre: Man sollte niemals ja sagen, wenn man etwas anderes besser kann.

Alexander Kremer