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Die zwei Wölfe Es waren einmal zwei Wölfe, die sich um ein Stück Fleisch stritten. Der eine Wolf haute den anderen Wolf mit seiner Tatze. Gleichzeitig rief er: "Du Mistkerl, ich bin viel größer als du und deshalb bekomme ich das Stück Fleisch." Aber der andere schlug ihn mindestens doppelt so fest und schrie: "Ich bin zwar der kleinere, aber muss noch wachsen und deshalb bekomme ich das Stück." So ging es eine ganze Stunde lang. Aber dann kam ein Fuchs, schnappte sich unbemerkt das Stück Fleisch und rannte damit in seine Höhle. Die Wölfe bemerkten nichts und stritten noch eine halbe Stunde. Als sie dann bemerkt hatten, dass das Stück Fleisch gar nicht mehr da lag, hörten sie auf zu streiten und gingen sprachlos in ihre Reviere zurück. Lehre: Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte. Sven Ströher ![]()
Der große Fisch und die kleinen Fische In einem Korallenriff tief unten im Meer lebte ein Fischschwarm aus kleinen Fischen. Nur einer von ihnen war riesig groß. Er war ein Angeber und niemand mochte ihn. "Ihr kleinen Fische seit so schwach, schwächer als jeder andere Fisch!", spottete er immer. Eines Tages fiel auf die kleinen Fische ein Netz, aber nur wenige konnten entkommen." Das hätte mir nie passieren können, denn ich bin stark," sagte der große Fisch. Und dann: ein zweites Netz! Diesmal wurde auch er, der große starke Fisch, gefangen. Die kleinen Fische konnten durch die großen Maschen wieder heraus, doch der große Fisch war zu groß. Er versuchte es mit allen Kräften, aber das Netz war zu fest. Also wurde er an Land gezogen und man hat ihn nie mehr wieder gesehen. Lehre: Hochmut kommt vor dem Fall! Sandra Broßler ![]() Hase und Fuchs Eines Tages traf ein Fuchs einen Hasen. Der Fuchs sprach: " Ach du lieber Hase, kannst du mir etwas zu essen geben?" "Warum fragst du nicht die anderen Tiere?", entgegnete der Hase. Der Fuchs, der es auf den Hasen abgesehen hatte, sagte: "Die anderen Tiere wollen mir nichts geben. Sie schreien nur Hilfe, lauft so schnell ihr könnt." Da sprach der Hase: "Na gut, du bleibst hier, und ich hole etwas zu essen, aber nur, wenn du mir versprichst, mich nicht zu fressen!" Der Fuchs willigte ein. Als der Hase nach einer Weile nicht zurückkam, wurde der Fuchs sauer. Doch von weitem kam der Hase schon. Der Fuchs schrie: "Wo bleibst du denn?" Der Hase kam mit einem Teller Karotten zurück. Als der Fuchs den Teller sah, wurde er noch saurer. Er schrie: "Du weißt genau, dass Füchse keine Karotten mögen!!!" Mit einem Satz sprang der Fuchs auf den Hasen, doch der entwischte in seinen nahegelegenen Bau. Jetzt wußte der Hase, warum die anderen Tiere vor dem Fuchs davongelaufen sind. Lehre: Man soll nicht blauäugig sein. Man soll nicht jedem über den Weg trauen. Cynthia Rückert
Der Elefant und die Maus Eines Tages ging der Elefant zu seinem Eimer, um sein Mittagessen zu fressen. Auf dem Weg dachte er sich: "Mmh, heute gibt es wieder Geflügel mit Käse." Dort angekommen hörte er eine geheimnisvolle Stimme. "Hallo, Herr Elefant," drang es aus dem Busch. "W, wer ist da?", stotterte der Elefant. "Ich bin ein kleines Tier, aber trotzdem hast du bestimmt Angst vor mir." Mit vollem Mund sagte der Elefant: "Du bist kleiner als ich, warum sollte ich dann Angst vor dir haben?" "Wir werden es ja gleich sehen.", sagte die geheimnisvolle Stimme, und schon sprang eine Maus aus dem Busch. "Ei, eine Maus", schrie der Elefant und ergriff sofort die Flucht. Die Maus aber machte sich am Eimer zu schaffen und fraß vergnügt den ganzen Käse heraus und kicherte. Lehre: Die Größeren müssen nicht immer die Stärkeren sein! Thomas Hefner ![]() Der Fuchs und die Kaninchen Es war einmal ein stolzer und angeberischer Fuchs. Er hatte keine Freunde, weil er so stolz und eingebildet war. In diesem Wald, wo der stolze Fuchs lebte, gab es auch noch vier Kaninchen. Diese waren gar nicht stolz und angeberisch, ja die besten Freunde waren sie und halfen sich in der Not. So kam es, dass eines Tages im Wald eines der vier Kaninchen in eine Falle lief. Es schrie und quiekte. Als die anderen Kaninchen das bemerkten, befreiten sie es. Am nächsten Tag spazierte der Fuchs mit hochgerecktem Kopf im Wald herum. Auf einmal lief er in die gleiche Falle hinein wie das kleine Kaninchen. Aber der Fuchs konnte nicht um Hilfe schreien, denn er hatte ja keine Freunde, die ihn retten konnten. Lehre: Eingebildet und stolz sollst du nicht sein. Sonst hilft dir keiner in der Not. Julia Ehrlich Hundekönig und Katzenkaiser Es war einmal ein Katzenkaiser namens Kasimir und ein Hundekönig namens Napoleon. Die konnten sich gar nicht ausstehen. Eines Tages gab es wieder Streit zwischen Kasimir und Napoleon. Sie stritten sich um das Land Siam. "Ich werde dort mein Einkaufszentrum erbauen!", entgegnete Kasimir. Doch Napoleon protestierte: "Nein, ich werde hier mein Hotel errichten lassen". Sie stritten noch lange weiter, doch dann kam der Leopardengraf Leopold. "Nein, hier wird kein Hotel und auch kein Einkaufszentrum erbaut. Hier wird mein Palast errichtet." versetzte Leopold. Da machten Kasimir und Napoleon betretene Gesichter. Lehre: Es hat keinen Zweck sich um etwas zu streiten, das sowieso schon jemandem gehört. Elena Dutz ![]() Elefant und Termite Ein Elefant traf eine Termite. Der Elefant hänselte die Termite: "Geh mir aus dem Weg, sonst trete ich dich platt." Die Termite sagte: "Nur weil du groß bist, muss ich keine Angst vor dir haben. Lass uns einen Wettbewerb austragen! Wir werden sehen, wer dann wem aus dem Weg gehen muss." Damit war der Elefant einverstanden. Er antwortete hochnäsig: "Ich gewinne eh! Deshalb darfst du die Disziplin aussuchen." Die schlaue Termite überlegt nicht lange: "Siehst du da vorne die zwei Mammutbäume? Wer als erster seinen Baum umlegen kann, hat den Wettkampf gewonnen." "Das soll mir recht sein," entgegnete ihr der Elefant. Zufällig sprang eine Gazelle vorbei. "Würdest du Schiedsrichter bei unserem Wettbewerb sein?" fragte sie die Termite. Da die Gazelle gerade Zeit hatte, stimmte sie zu. "Auf die Plätze, fertig - los!" eröffnete die Gazelle den Wettkampf. Der Elefant versuchte mühselig mit seinem Rüssel den dicken Baum umzustoßen, doch vergebens. Die Termite aber nagte einfach den Baum in Minutenschnelle ab. Der Elefant konnte es gar nicht fassen. Die kleine Termite hatte gewonnen! Lehre: Auch Kleine können gegen Große gewinnen! Maximilian Münch Der Fisch und der Frosch An einem großem Teich trafen sich ein Fisch und ein Frosch. Auf einmal lachte der Frosch und meinte: "Guten Tag! Lange nicht mehr gesehen, oder? Da antwortete der Fisch: "Wir haben uns doch gestern erst gesehen und du hast mich beleidigt. Der Frosch schrie: "Das stimmt doch gar nicht! Ich sage nur die Wahrheit über dich. Du bist mit deiner Flosse und deinen Schuppen widerlich! Du hast noch nicht mal Beine!" Der Fisch jammerte ärgerlich: "Das stimmt alles überhaupt nicht! Ich habe vielleicht Flosse und Schuppen und keine Beine, aber wenn ich sagen würde, du mit deinem kugelrunden Augen und deiner hellgrünen, schleimigen Haut, ekelhaft, würdest du dich auch ärgern, oder?" Der Frosch wurde dunkelgrün im Gesicht und konnte vor Wut platzen und schrie: "Jetzt reicht es! Ich habe die Nase voll von dir. Ich fordere dich zum Wettschwimmen auf! Jetzt werden wir sehen, wer die größere Klappe hat!" Der Fisch gab dem Frosch einen Tipp: "Freu dich nicht zu früh!" Der Frosch wurde dadurch noch wütender und dachte sich: "Er kann nicht mal schwimmen. Das Großmaul wackelt ein bisschen mit der Flosse herum und kommt vorwärts. Ich werde sowieso gewinnen." Der Frosch erklärte, wo Start und Ziel ist. Beide gingen auf ihre Positionen und bereiteten sich auf das Rennen vor. Der Frosch rief: "Auf die Plätze, fertig, los!" Beide schwammen los und der Frosch lag anfangs in Führung. Doch der Fisch dachte nicht mal daran aufzugeben. Er gab sich einen kräftigen Ruck und war vor dem Frosch im Ziel angelangt. Der Frosch konnte es nicht glauben und ihm verschlug es die Sprache. Da wurde dem Frosch klar, dass er nur angeben wollte und sich vom Äußeren hat unterschätzen lassen. Lehre: Man soll nicht angeben und die inneren Werte unterschätzen! Thuy-Linh Nguyen ![]() Katze und Maus Eine Katze ging spazieren. Währendessen sah sie eine Maus und rannte zu ihr hin, um sie zu fressen. Die Maus schrie: "Warum rennst du so schnell auf mich zu?" Die Katze sagte: "Ich will dich fressen!" Da erschrak die Maus und rannte in ihr unsicheres Mauseloch in der Erde, um sich und ihre Familie zu schützen. Die Katze war nicht dumm, deshalb grub sie im Mauseloch, um die Maus zu fressen. Da sah sie fünf kleine und zwei große Mäuse. Die Katze sagte: "So schön ihr hier auch lebt, es hindert mich nicht daran zu fressen." Mampf, Mampf knurrte die zufriedene Katze. Lehre: Man soll keine Familie zerstören, die so schön zusammen lebt. Jacqueline Reiß
![]() Das kleine "Angsthäschen"
Kerstin Hilbert
Löwe und Katze An einem Wasserloch trafen sich eine Katze und ein Löwe. Die Katze fragte den Löwen: "Kannst du eine Maus fangen?" Da antwortete der Löwe: "Aber natürlich, ich kann jedes Tier fangen, einen Stier, ja sogar einen Elefanten kann ich fangen.", prahlte er. Die Katze ging los und fing eine Maus in weniger als fünf Minuten. Als es aber der Löwe versuchte, konnte er keine Maus fangen. Sie entwischten ihm immer wieder und die Katze begann zu lachen, weil es so komisch aussah wie der Löwe immer wieder hinfiel. Lehre: Man soll den Mund nie zu voll nehmen, sonst lachen einen die anderen aus. Sprichwort: Große Klappe, nichts dahinter. Christin Schüßler
Der Löwe und die Maus Es war einmal vor langer Zeit, da traf ein Löwe auf eine kleine Maus. Der Löwe wollte sie zur Vorspeise verzehren. Der Löwe sprach zur Maus: "Komm ein bisschen näher, dass wir zusammen spielen können." Die Maus entgegnete: "Was wollen wir den spielen?" Der Löwe antwortete: "Vielleicht Fangeles." OK! Der Löwe rannte weg und die Maus musste ihn fangen. Der Löwe war ganz klar der Bessere, aber die Maus gab nicht auf. Der Löwe blickte zurück und sah die Maus immer noch. Er dachte sich: "Ist das etwa Speedy Gonzales, die schnellste Maus von Mexico?" Auf einmal rumste es, der Löwe prallte genau auf einen Elefanten und es schleuderte ihn einen ganzen Meter zurück. Der Elefant wollte gerade den Löwen zertreten, da kam die Maus und baute sich mutig vor dem Elefanten auf. Als dieser die Maus erblickte, fing er an zu zittern und flüchtete so schnell er konnte, weil er fürchterliche Angst vor Mäusen hat. Der Löwe war der Maus sehr dankbar und aß sie nicht auf. Lehre: Man sollte Schwächere und Kleinere nicht unterschätzen! Markus Kolke
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Lehre: Man soll mit dem, was man hat, zufrieden sein! Anna Husslik
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