Jules Vernes
De la terre à la lune


Amerika, in den 1860er Jahren: Nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges sehnt sich der "Gun Club" (eine Gruppe amerikanischer Kriegsveteranen, die neuartige Waffen erfinden und diese den Kriegsparteien verkaufen) nach neuen "Aufgaben", da in absehbarer Zeit kein Bedarf an modernen Waffen besteht. Wenig später lässt der Präsident des Clubs die Herzen aller (patriotischen) Landsmänner höher schlagen: Das neue Ziel der Clubmitglieder soll sein, ein Geschoss auf den Mond zu befördern. Doch bis das gelingen kann, müssen viele langwierige Diskussionen geführt werden. In diese Vorbereitungen platzt noch dazu ein Franzose mit einem gänzlich absurden Vorschlag, der jedoch - wegen der riesigen Begeisterung des amerikanischen Volkes - nicht ohne weiteres verworfen wird ...
Das unterhaltsame Buch ist insgesamt nicht schwer zu verstehen (Empfehlung: ab Jahrgangsstufe 11); einzig die Diskussionen, die Form, Aufbau und Größe sowie Abschusszeit und -ort des Teiles festlegen sollen, sind relativ anstrengend - und teils auch etwas langwierig. Dies möge jedoch niemanden von der Lektüre abhalten, da die Phantasie Vernes vieles, was heute technischen Standard darstellt, schon vorwegnimmt und somit das Buch kein bloßer Sciencefictionroman ist, sondern zu Vernes Reise- und Abenteuerromanen zählt.

(Christoph Vornberger, K 13)
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