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Michèle Gazier
Le fil de soie
Michèle Gazier erzählt in ihrem Roman "Le fil de soie" von der ungewöhnlichen Liebe zwischen Odon und der 30 Jahre älteren Odile.
Odon ist Jude, er wurde früh von seinen Eltern verlassen, die aufgrund des zweiten Weltkrieges nach Amerika fliehen mussten. Daraufhin wurde er von drei älteren Frauen erzogen und hat nach dem Wunsch seiner Großeltern Jura studiert, aber ohne deren Wissen an Kursen der "Ecole des Beaux-Arts" teilgenommen.
Odile wuchs als Tochter zweier Hausangestellten auf einem Schloss auf; sie entwickelte schon in ihrer Kindheit eine Liebe zu Mode, Stoffen und Design, was sie schließlich zu einer berühmten und reichen Modedesignerin macht.
Die Beiden leben zusammen in Paris und führen eine innige Beziehung, abgesehen von ihrem beruflichen Leben sind sie abgeschnitten von der Außenwelt und werden sich immer ähnlicher, bis sie schließlich ganz ineinander übergehen, da Odon Odile, die inzwischen alt und schwach ist, seine Jugend schenkt, indem er sich in eine zweite Odile, die 30 Jahre jünger ist, verwandelt. Diese Metamorphose wird von Michèle Gazier in den Mittelpunkt des zweiten Teils ihres Romans gestellt, dessen Erster von der Beschreibung des Lebens der Hauptpersonen handelt.
Mir selbst hat das Thema des Buches, bzw. die Beschreibung dieser ungewöhnlichen Liebe eher weniger gefallen, vom Schwierigkeitsgrad gesehen konnte man es aber gut lesen.
(Lisa Zeller, K12)
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