Amèlie Nothomb
Robert des noms propres


Die zeitgenössische Autorin, die in Frankreich sehr große schriftstellerische Erfolge feiert, erzählt die Biographie der Person, die zu ihrem, Nothombs, Mörder wird.
Zu Beginn ist man in eine junge Familie hineinversetzt: Eine 19-Jährige tötet ihren Freund und bringt im Gefängnis ein Mädchen zur Welt. Kurz darauf erhängt sich die Mutter. Das Kind kann in der Familie seines Onkels zwar eine relativ normale Kindheit verleben; nach einigen Jahren jedoch wird deutlich, dass sie sich nicht in der Schule, sondern nur im Tanzunterricht verwirklichen kann und will. Doch Ignoranz und unmenschliche Umstände in der Tanzschule zerstören den Traum des jugendlichen Talentes. Aber die Jugendliche findet langsam in den Alltag zurück, wo sie sich mit ihrer Ersatzmutter auseinandersetzt, die das Kind letztlich nicht vor einer lebenslangen Tanzunfähigkeit erretten will. Als die zu einer jungen Dame Gewordene ihrerseits einen Freund hat, der dem Tod bereits ins Auge geblickt hatte, kommt es zu einer Begegnung mit der Schriftstellerin. Diese untersucht deren Psyche nach Spuren der zwei Todesfälle, die ihr erstes Lebensjahr geprägt hatten. Das Geschehen nimmt nochmals eine interessante und dramatische Wendung...
Dieser Roman ist in einer Sprache verfasst, die einem 11. bis 12.- Klässler sicher gestattet, den Inhalt des Buches genau nachzuvollziehen. Er ist als Lektüre auch für zwischendurch geeignet. Zu Langeweile während des Lesens wird es nicht kommen. Das Beschriebene halte ich für unterhaltsam und lesenswert.

(Christoph Vornberger, K 13)
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