Blitzsauberer Sound, mitreißende Perfektion

Schüler-Bigband begleitet Saxophonisten Peter Linhart

B ü r g s t a d t .   "Diese Big Band ist ganz weit vorne", schwärmte der Obernburger Saxophonist Peter Linhart. Der Vollblutmusiker konzertierte am Sonntag in der Mittelmühle Bürgstadt zusammen mit den Schülern des Johannes-Butzbach-Gymnasiums Miltenberg (Leiterin Martina Gronemann).

Das mitreißende Konzert eröffnete die Nachwuchs-Bläsercombo (Leiter Frank Elbert), die musikalisch auf dem besten Weg ist, in die Fußstapfen der Big Band zu treten. Eine perfekte Intonation, saubere Einsätze und eine insgesamt homogene Gesamterscheinung waren verantwortlich für die Gänsehaut, die die Nachwuchs-Bläsercombo bei der gefühlvollen Ballade "One moment in time" (Whitney Houston) erzeugten. Mit pfiffig arrangierter Filmmusik wie "The Flintstones", "Hey Pippi Langstrumpf" und "Spiderman" rundete die Bläsercombo ihren Auftritt ab und erntete kräftigen Applaus.

Blitzsaubere Instrumente und Töne

Nach der Mini-Band betrat die Big Band die Bühne. Alle in schwarz gekleidet, so dass das blitzende Gold ihrer Instrumente so richtig ins Auge stach. So blitzsauber diese Instrumente funkelten, so klangen auch ihre Töne. Der Vergleich, dass die Jungen und Mädchen wie die "Großen" des Musikbusiness spielten, ist nicht zu hoch gegriffen. Ausgeglichene, perfekt platzierte Dynamik, perlende Jazzläufe, exzellente Übergänge und technisch brillante Spielweisen durchzogen die schwierigen Stücke wie beispielsweise "Lady Marmelade" (Solisten-Glanzleistung von Saxophonistin Verena Hock und Trompeter Michael Huhn), "Take Five" (Sven Packhäuser spielte ein beeindruckendes Tenor-Sax-Soli) und "Hocus Pocus". Hier begeisterten Marco Scheurich an der Trompete und Mario Beck am Tenor. Brillante Soli zeigten noch Theresa Hartmann am Piano, Sebastian Dicker am Schlagzeug, Felix Wöber an der Percussion, Andrea Dassing am Alt-Sax, David Römisch an der E-Gitarre und Fabian König an der Posaune.

Fleiß und Disziplin

Die jungen Musiker hatten sich zuvor monatelang in Fleiß und Disziplin geübt. Noch einen Tag vor dem Konzert feilten sie nochmals in einem Workshop mit Linhart an den Stücken. "Acht Stunden haben wir geprobt, mit nur einer kurzen Pause. Die Schüler wollten das so", berichtete Linhart. Die Vorarbeit leistete Martina Gronemann. Ihr sprach Linhart vor Konzertbeginn ein dickes Lob aus: "Sie leistet mit den Schülern eine ganz großartige Arbeit." Eine Ehre für die Schüler war es natürlich auch, Vollprofi Peter Linhart zu begleiten. Was er Zuhörern mit den Stücken "Spain", "Cantaloupe Island" und "Chicken" servierte, waren atemlose, rasante, leidenschaftliche, virtuose, explodierende Saxophonklänge. Berauschend. So wie der Schlussapplaus.

(Quelle: Anja Keilbach, in: Bote vom Untermain, 27.03.2007)

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