Eine Welt voller Mythen

Barbara Nagel stellt JBG-Schülern indische Kultur vor
K r e i s   M i l t e n b e r g . Explosive Rhythmen, graziös federnde Schritte, geschmeidige Handbewegungen - fasziniert haben Schüler der 12. Klasse des Miltenberger Johannes-Butzbach-Gymnasiums den klassisch-indischen Tanzvortrag von Barbara Nagel verfolgt. Die Mitbegründerin des Bewegungszentrums gab am Montag in einem Workshop Einblick in die indische Kultur.

Auf Einladung von Musiklehrerin Martina Gronemann stelle Barbara Nagel den Schülern des Grundkurses Musik die indische Musik, Tanz und Mythologie vor - drei Elemente, die in der indischen Kultur untrennbar miteinander verbunden sind.

Fragen zu Indien beantwortet

Zunächst vermittelte Nagel anhand von Fotos ein Bild vom Alltagsleben in Indien, wo Reichtum und Armut aufeinanderstoßen. Zudem beantwortete sie Fragen der Zwölftklässler, unter anderem nach dem Stellenwert des Kastensystems im modernen Indien, der Gleichberechtigung der Frau in der indischen Gesellschaft und dem Bildungssystem. Schließlich gab Barbara Nagel den Gymnasiasten die Gelegenheit, selbst zu erfahren, wie kompliziert indische Rhythmen sind.

Versuch des "Elefantentanzes"

Mit dem "Elefantentanz", der die Geschichte des Elefantengottes Ganesha erzählt, konnten die Schüler in die indische Welt der Mythen eintauchen. Der eigene Gestaltungsversuch dieses Tanzes ließ zudem erahnen, welch hartes Training und welche Körperbeherrschung bei einer vollendeten Bharata Natyam-Tänzerin notwendig sind.

"Diese Tänze sind ohne weiteres vergleichbar mit unserem klassischen Ballett", kommentierten die Jugendlichen mit großem Respekt den Schwierigkeitsgrad der Bewegungsabläufe.Auch mit Blick auf die Musik eröffnete sich den Schüler eine völlig neue Klangwelt: Das fremdartige Instrumentarium und das für europäische Ohren ungewohnte Tonsystem sorgten für Exotik pur.



(Quelle: Bote vom Untermain, 23.03.2007)
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