Johannes-Butzbach-Gymnasiasten pflanzen Obstbäume![]() M i l t e n b e r g . "Schattenmorelle", "Kronprinz Rudolf" oder "Glockenapfel": Die einen knappen halben Hektar große Freifläche "Hartung" oberhalb der Monbrunner Siedlung hat am Dienstagmittag Zuwachs in Form von 27 jungen Apfel,- Birn- und Kirschbäumen bekommen. Über 50 Schüler aller Altersstufen des Johannes-Butzbach-Gymnasiums Miltenberg schufen so einen neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Der Landschaftspflegeverband kooperierte dabei mit der Stadt Miltenberg und sorgte für die Entbuschung des Hangs, der bislang von einem Breitendieler Schäfer genutzt wurde. Anstoß dieser Aktion war das Flugblatt einer Umweltorganisation, das der Schule ins Haus flatterte. Darin wurde für Spenden für die Rettung des Urwalds gebeten. Ähnliches, nur für die heimische Region, wollten die Schüler für den Klimaschutz tun. Eine Nachfrage beim Leiter des Miltenberger Bauhofs, Gerhard Clausmeier, ergab, dass es eine neue Streuobstwiese zu bepflanzen gäbe. Jede Klasse spendete pro Schüler einen Euro, womit die jungen Bäume angeschafft werden konnten. Mit Spaten bewaffnet, machten sich jeweils zwei Schüler einer Klasse an die Arbeit und versenkten einen Baum in die vorbereiteten Erdlöcher. Auch Bürgermeister Joachim Bieber packte in schwarzen Gummistiefeln kräftig mit an. Im Anschluss an die Pflanzaktion erklärten Siegmar Hartlaub und sein Kollege Stefan Zöller vom Landschaftspflegeverband den Schülern noch etwas über den Lebensraum von Pflanzen und Tieren in diesen Streuobstwiesen, explizit auch über den Steinkauz. Die Schüler fanden die Aktion toll und können sich vorstellen, so etwas bald wieder zu machen. (Foto/Text: Anja Keilbach, in: Bote vom Untermain, 10.04.2008) |