Eine Exkursion der Klassen 7ab zur Abteikirche Amorbach
Am Donnerstag, den 28.5.2009 haben die Klassen 7ab mit Frau Gronemann und Herrn Weindl eine Exkursion im Fach Musik und Kunst zur Amorbacher Abteikirche gemacht. Seit der Aufhebung des Benediktinerklosters im Jahr 1803 befindet sich die Kirche im Besitz der Fürsten zu Leiningen.
Betritt man das Innere der Kirche, umgibt einen die prunkvolle Innenausstattung barocker Architektur. Die Blicke wandern sofort zu den aufwändig gestalteten Deckengemälden. Hier kann man z.B. Engel entdecken, deren Füße mit Stuck (eine Art Gips) so ausgeformt sind, dass sie aus dem Deckengemälde herausragen und die Engelsfigur auf diese Weise plastisch echt wirken lässt. Ein weiterer "Hingucker" ist natürlich die reich verzierte Orgel, die zu Europas Bedeutendsten zählt. Auf diesem Instrument wurde uns ein regelrechtes "Wunschkonzert" präsentiert: Im Stück "Das klinget so herrlich" aus Mozarts "Zauberflöte" kam das Register des Glockenspiels besonders schön zur Geltung. In der berühmten Toccata und Fuge von J.S. Bach beeindruckte uns vor allem das imposante Klangvolumen der 5116 Pfeifen und die klangliche Vielfalt der Register. Nicht von ungefähr reißen sich berühmte Organisten aus aller Welt darum, auf dieser großartigen Orgel zu spielen! Während des gesamten Orgelkonzerts war Zeit, sich in der Kirche noch weiter umzuschauen. An die symmetrisch aufgebaute und mit Blattgold geschmückte Kanzel werden sich die Schüler noch lange erinnern, ebenso an das kunstvoll gearbeitete schmiedeeiserne Gitter in der Mitte des Kirchenschiffs. Der Hochaltar wird nur an richtig großen Festtagen benutzt, zum normalen Gottesdienst steht ein kleinerer Altar in der Mitte der Kirche zur Verfügung. Wie in der Barockzeit üblich, ist auch dieser Hochaltar prachtvoll in Szene gesetzt. Insgesamt wirkte die Kirche auf uns doch sehr überladen und die im Vergleich zu heutigen Bauwerken strenge Symmetrie fast übertrieben. Zum Abschluss der Führung durften wir noch einen Blick in Räume der Fürstenfamilie wie den "Grünen Saal" und die Bibliothek werfen. Insgesamt war diese Exkursion ein tolles Erlebnis, schließlich war vielen von uns vorher nicht bekannt, dass wir in Amorbach, also gewissermaßen "vor unserer Haustür", eine der schönsten Kirchen und Orgeln Europas vorfinden würden. Zum Schluss gab es für alle noch eine große Portion Eis. Lena Bretz, Franziska Kling (7b) |
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