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"Und dann kam Alex"
Berliner "Ensemble Radiks" präsentiert Stück zur
Gewaltprävention
Im Rahmen des Jahresthemas „Respekt“
setzten sich unsere Schülerinnen und Schüler der 7. und 10
Jahrgangsstufe mit der mobilen Theaterproduktion „Und dann kam
Alex“ von Karl Koch auseinander. Die Schauspieler Tancredi Volpert
und Julia Lowack des „Ensemble Radiks“ aus Berlin zogen mit ihrer
ausgesprochen dynamischen und jugendnahen Spielkunst die Schüler
eine Stunde lang in ihren Bann, sodass am Ende des Stücks viele
persönliche Fragen gestellt wurden.
In diesem modernen Stationendrama geht
es um den 17-jährigen Schüler Alex, der jahrelang von seien
Mitschülern gedemütigt wird. In einer Art „Mutprobe“
schlägt er auf einen alten Mann im Park ein, wird dabei von
seien Peinigern gefilmt und das Video landet schließlich über
ein Schülerhandy bei einem Lehrer. Alex, dessen Welt nun
zusammengebrochen ist, kommt bewaffnet in die Schule und will
erzwingen, dass die Mitschüler gestehen ihn zu der Gewalttat
genötigt zu haben. Im Zuge einer Geiselnahme in der Schule
schießt er versehentlich die Sekretärin an und will sich
anschließend in seiner verzweifelt ausweglosen Situation das
Leben nehmen. Ob er dies tatsächlich tut, bleibt am Ende des
Stücks offen.
Das Stück beleuchtet in
zahlreichen Rückblenden den Werdegang und das Umfeld von Alex.
Es zeigt überforderte Eltern, brutal zuschlagende oder mit
Nadelstichen mobbende Jugendliche, lebensferne Behörden, aber
immer wieder auch punktuelle Erfahrungen von Menschlichkeit und
Mitgefühl. Der Protagonist Alex ist ambivalent als Täter
und Opfer gezeichnet, und genau darin liegt der Ansporn für die
Schüler, sich mit dem Bedingungsgeflecht von Mobbing und Gewalt
auseinanderzusetzen.
Im Gespräch mit den Schauspielern
nach der Aufführung diskutierten die Schüler vor allem die
Frage nach dem offenen Schluss, sie wollten aber von den jugendlich
wirkenden Schauspielern auch wissen, wie man zu diesem Beruf kommt,
wie man eine Rolle ergattert und wie man die belastenden Themen und
heftigen Gefühlsausbrüche auf der Bühne professionell
in den Griff bekommt.
Herzlichen Dank an die
kommunale Jugendarbeit des Landratsamts für die intensive
Unterstützung unseres Jahresthemas „Respekt“ und die
Vermittlung dieses Stücks!
(Roland Specht)
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