Lehrer werden zu Kameraleuten

Drehort Schule: Fortbildung des Unterfränkischen Dialektinstituts


Region Würzburg .Wie funktioniert eine moderne Videokamera? Welche Grundeinstellungen benötigt ein solcher Camcorder? Wie setze ich Licht und Ton richtig ein? Mit diesen Fragen müssen sich Lehrer im normalen Schulalltag immer mehr befassen. Das Arbeiten mit dem Medium Film ist an weiterführenden Schulen mittlerweile ein wichtiges Thema.

Im Projekt "Fränki", das von der Robert Bosch-Stiftung gefördert wird, geht es 2010 um das Thema "Dialekt und Film". Die Schüler von neun Gymnasien aus Unterfranken stehen dann vor der Aufgabe, Kurzfilme zu drehen, die mit dem Stilmittel des Dialekts produziert werden sollen.

Totale oder Halbtotale

Wie man mit der Technik umgeht, die richtige Einstellung wählt und das notwendige Licht setzt - dazu bedarf es von Lehrerseite her ein gewisses Basiswissen. Dieses vermittelte Beratungsrektor Thomas Schulz seinen Kollegen. Er ist medienpädagogische Berater am Schulamt des Landkreises Würzburg. Theoretische Grundlagen wie die drei Kameraeinstellungen Totale, Halbtotale und Großeinstellung sowie deren richtiger Einsatz waren nur ein Thema.

Die Praxis an den technisch oftmals sehr überzüchteten Camcordern zu beherrschen ist eine ganz andere Sache. Schulz verstand es jedoch, die Angst der Pädagogen vor der Technik zu mildern - letztlich hatten die künftigen Mit-Filmproduzenten dann doch ihren Spaß am In-Szene-setzen von Professor Norbert Richard Wolf, dem UDI-Projektleiter. Dieser diente als Anschauungsobjekt für das richtige Ausleuchten und die verschiedenen Einstellungsarten.

Beispiele für gelungene Schülerstreifen zeigte Thomas Schulz anhand von Kurzfilmen, die bei den von ihm organisierten Bayerischen Schulfilmtagen in Gerbrunn zu sehen waren. Interviews, Musikvideos oder Kurzspielfilme machten deutlich, was alles seitens interessierter Schüler gehen kann.

Die Planung eines Projekts für den kommenden "Fränki"-Schülertag 2010 wird für die jeweiligen Betreuungslehrer eine spannende Aufgabe. Vor allem in Hinblick auf den Dialekt, den die Schüler in ihren Filmen einsetzen sollen.

Wie bei den vorangegangenen Schülertagen, die beispielsweise das Motto "Dialekt und Werbung" trugen, wird vermutlich auch hier das enorme Engagement der Schüler sichtbar werden. Soziale Kompetenz, Selbstbewusstsein und Teamgeist der Schüler steigen erfahrungsgemäß beträchtlich, wenn sie interessante Unterrichtsinhalte wie den "Drehort Schule" vermittelt bekommen.

Hintergrund: Drehort Schule

Damit das "Fränki"-Filmprojekt zum Happyend kommt, können sich Lehrer Unterstützung vom Drehort-Schule-Team holen. Ansprechpartner für alle Lehrer, die im Kreis Miltenberg filmisch arbeiten wollen, ist Heiko Berner vom Kompetenzzentrum Film am Elsenfelder Julius-Echter-Gymnaisum.

Kontakt unter Telefon 0 60 22/ 83 93, www.drehort-schule-ev.de

(Quelle: Main Post vom 05.12.2009)

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