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„Da kräht
kein Hahn nach dir“
Autor Harald Grill liest vor Fünftklässern
Energiegeladen und mitreißend präsentierte sich am 24. Februar der
Schriftsteller Harald Grill unseren Fünftklässern. Die Schüler hatten
im Vorfeld in ihrem Deutschbuch den dort abgedruckten Auszug aus der
Erzählung „Da kräht kein Hahn nach dir“ gelesen und waren nun gespannt
den Autor persönlich kennenzulernen. Harald Grill gewann im
Handumdrehen die Herzen der Kinder, indem er aus seiner eigenen Jugend
erzählte und ausgesprochen plastisch verdeutlichte, dass das ganze
Leben mit Freud und Leid eine wahre Fundgrube ist, die in Literatur
umgestaltet werden kann, wenn man das Material sammelt, ordnet und
kreativ verbindet. Anschaulich zeigte er, wie hilfreich eine
Wäscheleine im Arbeitszimmer eines Schriftstellers ist, damit eine
Erzählung oder ein Roman nach und nach wachsen kann.
In den Leseproben wurde deutlich, dass Grill keine einseitig
idealisierten Gestalten vorstellt, sondern immer Menschen von Fleisch
und Blut: Da gibt es Eltern, die einerseits liebevoll sind, aber im
Umzugsstress auch einmal die Nerven verlieren. Da gibt es einen Buben,
der eine ehrliche Haut ist, aber für seine Kaninchen auch einmal lügen
muss. Da gibt es harten und kränkenden Umgang unter Jugendlichen, aber
auch dicke Freundschaft und zärtliche Gefühle.
Insgesamt zeugen Grills Werk und sein Auftreten von einer großen
Menschenliebe, sodass diese Veranstaltung wunderbar in den Rahmen des
JBG-Jahresmottos „Respekt“ passte. Ein echtes Erlebnis für unsere
Schüler, das in vielen Fragen der Kinder Ausdruck fand und auch im
anschließenden Unterricht noch nachhallte!
(Roland Specht)
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