Erlös des Weihnachtskonzerts für Erdbebenopfer

Haiti: Butzbach-Gymnasoum spendet 1000 Euro an Waisenkinder – Miltenberger Krankenpfleger fährt zum Helfen

spendenübergabe

Miltenberg. Wie vor drei Jahren hat das Johannes-Butzbach-Gymnasium den Erlös des Weihnachtskonzertes von 1 000 Euro an die Hilfsorganisation »Unsere kleinen Brüder und Schwester« für Kinder in Lateinamerika gespendet. Dass die Spende den Kindern von Haiti zu Gute kommen soll, war bereits vor dem Erdbeben beschlossen.

»Um so wichtiger ist es, dass neben der großen Armut in Haiti jetzt das Geld die zusätzliche Not durch die Katastrophe lindern hilft«, erklärte Schulleiter Joachim Fertig am Montag bei der Übergabe der Spende an Frank Erbacher von der Erbacher-Stiftung, die die Spende vermittelt.

Für Haiti hatte sich die Schule entschieden, weil durch die Stiftung ein direkter Kontakt zu der Hilfsorganisation besteht. »Uns ist es wichtig, dass die Spenden unserer Schule durch direkten Kontakt vermittelt wird, damit die Schüler eine Rückmeldung bekommen«, sagte Fertig. Nach der Spende vor drei Jahren war ein Vertreter der Hilfsorganisation in die Schule gekommen, um den Schülern zu erklären, wie die Arbeit von »Unsere Kleinen Brüder und Schwestern« vor Ort aussieht.

Wie geholfen wird, worin die Organisation das gespendete Geld investiert, will Florian Zöller, den Schülern nach seiner Rückkehr erzählen. Der Miltenberger Krankenpfleger ist am Montag für mehrere Wochen nach Haiti gereist ist, um vor Ort zu helfen.

»Neben all den anderen seriösen Hilfsorganisationen wissen wir, was ›Unsere kleinen Brüder und Schwestern‹ vor Ort leistet«, erklärte Erbacher. Die Hilfsorganisation kümmert sich seit 1954 vor allem um Kinder in Lateinamerika und engagiert sich seit 1988 in Haiti. Waisenkinder werden in so genannten Großfamilien in Kinderdörfern betreut. Begleitet werden sie bis in die Ausbildung und bekommen Starthilfe, wenn sie als Erwachsene ein eigenständiges Leben beginnen. Viele Ehemalige engagieren sich später selbst bei der Hilfsorganisation.

»Die Organisation, in der größtenteils Haitianer mitarbeiten, verfügt über Beziehungen und eine Infrastruktur«, berichtet Erbacher. So habe der Verein Tanklastzüge, mit denen er Trinkwasser in die Slums fährt. »Der Vorteil dieser Organisation ist, dass sie jetzt keine Infrastruktur aufbauen muss, sondern die Hilf direkt weiterleiten kann«, so Fertig.

(Quelle: Bote vom Untermain vom 27.01.2010)

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