"Faustmonologe aus dem LK Deutsch"
Bin nun im zwölften Jahr in meinem Kampf
um Wissen, Weisheit, Intellekt,
hab doch den Stein der Weisen
noch immer nicht entdeckt.
Bemüh' mich oft mit Eifer, oft mit Grauen,
war sowohl euphorisch als auch down.
War immer durstig nach mehr Wissen,
doch zu oft lockte mich das Kissen.
Im Bett studieren fällt mir schwer,
so stand mein Schreibtisch öfter leer.
Bin jetzt an diesem Punkt gelangt,
wo's mir um meine Zukunft bangt.
Drei fremde Sprachen beherrsche ich im Schlaf
und auch das Übrige lerne ich stets brav.
Doch den Lohn für mein Streben
werde ich so schnell wohl kaum erleben.
Es nimmt kein Ende, es hat kein Ziel,
was es zu lernen gibt, ist viel zu viel.
Soll ich dem täglich Trott nachgeben,
oder nach was Neuem streben?
Bin am Grübeln, bin am Denken,
kann mir jemand Wissen schenken?
Weiß nicht ein, noch weiß ich aus,
für meine Mühen gibt’s kein Applaus.
Ich bin gerädert und am Ende,
hab kaum noch Fleisch an meiner Lende.
Die zwölf Jahre, ohne Witz,
war'n für die Katz und sonst für nix!
(K.L)
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